Wir leben in einer Welt, die ruft: schneller, mehr, besser. Kokonzeit ist die Gegenstimme.
Was du an dir bekämpfst, war einmal die klügste Antwort, die du finden konntest. Es wollte dich schützen. Es ist kein Fehler. Es ist eine Geschichte.
Eine Raupe wird nicht zum besseren Wurm. Sie wird etwas ganz anderes. Dazwischen liegt der Kokon. Eine Zeit, in der nichts zu sehen ist und alles geschieht.
Sie muss nicht laut sein, um tief zu sein. Das Echte passiert selten auf der Bühne. Es passiert im Dunkeln, wenn niemand klatscht.
Dein Kopf kann jahrelang verstehen und sich keinen Millimeter freier fühlen. Der Körper weiß Dinge, für die es keine Worte gibt. Wir hören ihm zu.
An das Zittern vor der Verwandlung. An das Dableiben, wenn alles in dir gehen will. Nicht wegrennen ins Verstehen. Sondern fühlen, und damit nicht allein sein.
An die Phase, in der du formlos bist und nicht weißt, was aus dir wird. Das ist kein Versagen. Das ist der Anfang.
An den einen Satz, der nichts erklärt und dir trotzdem die Tränen in die Augen treibt. Heilung geschieht nicht im Erklären. Sie geschieht im Berührtwerden.
Hier sagt dir niemand von oben herab, wie du zu leben hast. Hier geht jemand denselben Weg. Und lädt dich ein, zuzuhören. Der Welt. Und dir.
Über das Werden und das Lebendige in uns.